Heimhandwerk ist heute weit verbreitet, und jeder kann sich eine Variante nach seinem Geschmack aussuchen. Wenn Sie eine universelle Technik beherrschen wollen, mit der Sie schöne Dinge von Kleidung bis zu Gemälden herstellen können, sollten Sie sich mit dem Filzen beschäftigen.
Was es ist?
Filzen ist ein Filzverfahren aus Wolle, das sich derzeit besonderer Beliebtheit erfreut. Mit dieser Technik können Sie nicht nur ungewöhnliche Einrichtungsgegenstände oder Spielzeug, sondern auch Schuhe, Schmuck und Kleidung herstellen. Das Wesen des Filzens ist das Schüttwolle wird in einen sehr dichten Filz verwandelt. Es funktioniert nur mit natürlicher Wolle, deren Fasern in der Lage sind, sich miteinander zu verbinden.

Geschichte
Trotz seiner Beliebtheit bei den modernen Näherinnen, Filzen erschien vor vielen Jahren. Nomadenvölker nutzten diese Technik aktiv, um Schuhe, Teppiche und sogar Teile von tragbaren Häusern aus Filz herzustellen. Einige Zeit später wurde Wolle in ihren Gebrauch eingeführt, aus der sie begannen, Kleidungsstücke und Dinge des täglichen Gebrauchs zu stricken. Das Filzen wurde im XVI. Jahrhundert erstmals als Handarbeit verwendet. Im XIX. Jahrhundert wurde die erste Maschine zum Filzen von Wolle entwickelt, die die Herstellung von Haushaltsgegenständen erheblich erleichterte.
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Arten
Fachleute unterscheiden zwei grundlegende Arten des Filzens – Nass- und Trockenfilzen. Die Umsetzung der ersten Option ist ohne die Verwendung von Seifenwasser nicht möglich, da dadurch die Reibung der einzelnen Fasern angeregt wird. Mit dieser Art von Filz werden flache Gegenstände hergestellt, z. B. Bilder, Handtücher, Kleidung oder dekorative Umhänge. Beim Trockenfilzen wird die Wolle mit speziellen Werkzeugen durchstochen. Diese Technik ist unverzichtbar für die Herstellung dreidimensionaler Objekte, z. B. Spielzeug oder Schmuck.
Häufig werden beide Arten des Filzens in einem Produkt kombiniert. Bei der Herstellung eines Stofftieres beispielsweise wird der eigentliche Körper im Trockenfilzverfahren hergestellt, während die Ohren, Beine und Kleidung im Nassfilzverfahren gefertigt werden.
Das Trockenfilzen ist gebräuchlicher und wird für Anfänger empfohlen.
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Werkzeuge und Materialien
Wenn es sich um Trockenfilzen handelt, sind die notwendigen Werkzeuge und Materialien immer die gleichen, egal was für ein Werk geplant ist. Die Wolle selbst sollte grob oder halbfein sein und unbedingt gefärbt werden. Eine weitere wichtige Voraussetzung ist, dass Das Material sollte ungesponnen sein – Garn ist für diese Technik überhaupt nicht geeignet. Zu dünne Fäden können durch die verwendete Nadel beeinträchtigt werden, was wiederum zu einem Überschießen führt. Das Material ist in den Geschäften entweder als Bänder oder als Faserkarten erhältlich.
Vergessen Sie nicht, dass das Material während der Arbeit stark schrumpft, deshalb sollten Sie eine ausreichende Menge an Vorrat kaufen.

Einige Kunsthandwerkerinnen entscheiden sich dafür, eine billigere ungefärbte Wolle, „Band“ genannt, als Basis zu verwenden und sie dann mit bereits hochwertigem Material zu überziehen. Diese Option ist nicht sehr erfolgreich, da das Papierband nicht genug gestapelt wird, das Innere des Spielzeugs weich wird und daher seine Form nicht hält. Im Allgemeinen empfehlen Experten, grobe und dicke Fasern zu wählen, da diese die Fähigkeit haben, sich schneller zu stapeln.
Grobe gefilzte Schafwolle wird für die Umsetzung von Ideen im Boho- oder Ethno-Stil verwendet. Schafsfell, also die feinen Haare von Schafen, wird vor allem für Polsterungen oder als Unterlage für Matten und Teppiche verwendet. Mit Kamelwolle kann man Spielzeug ohne Unterlage herstellen. Halbdünne Schafwolle eignet sich zum Verzieren von fertigen Gegenständen. Angoraziegenwolle mit Seideneffekt eignet sich auch zum Verzieren bereits geformter Objekte.
Die Nadeln für die Herstellung von Filz sollten speziell sein: Sie sollten im unteren Teil eine kleine Zahnung haben. Wenn Sie ein solches Werkzeug in die Wolle stecken, bleiben die Fasern an den Kerben hängen und verflechten sich so miteinander. Die Nadeln müssen unterschiedlich dick sein. In der Regel beginnt das Filzen mit der Verwendung von dicken Werkzeugen und geht dann zu dünneren über. Im Grunde genommen, dicke Nadeln sind für das eigentliche Filzen, d. h. die Verarbeitung der Wolle, erforderlich, mittlere Nadeln ermöglichen die Formgebung, und dünne Nadeln sind für kleine Details und die Korrektur der verbleibenden Spuren zuständig.
Nadeln können auch verschiedene Querschnitte haben, die sich in der Anzahl der Strahlen – drei oder vier – unterscheiden. Dreieckige Werkzeuge werden zu Beginn der Arbeit verwendet, sternförmige für die endgültige Dekoration. Es ist besser, Produkte aus dem Ausland zu wählen. Eine Bürste zum Filzen sorgt für die Sicherheit der Hände der Handwerkerin und der Arbeitsfläche.

Um Geld zu sparen, kann er durch einen normalen Spülschwamm ersetzt werden.
Bei der Handarbeit wird ein Stück Wolle genau auf diese Fläche gelegt und dann aktiv von Nadeln durchstochen. Außerdem lohnt es sich, ein Stück Viskose auf die Borsten zu legen, damit das fertige Produkt nicht verdirbt. Sie können auch spezielle Fingerhüte aus Leder oder Gummi verwenden, um Ihre Finger zu schützen. Nicht zu vergessen sind die verschiedenen dekorativen Elemente: Knöpfe, Perlen, Perlen, Bänder, Spitze.

Für das Nassfilzen benötigen Sie zusätzlich zu den gleichen Materialien ein steifes Netz, z. B. einen Schleier oder ein Moskitonetz. Zur Erleichterung sind eine spezielle Filzmatte und eine Luftpolsterfolie nützlich. Sowohl beim Trocken- als auch beim Nassfilzen wird im Prinzip Syntepon verwendet, aber nicht alle Handwerkerinnen stehen dem positiv gegenüber. Dieses Material wird verwendet, um Volumen zu schaffen, und wird mit ungesponnener Wolle überdeckt.
Wo soll man anfangen??
Um genau zu verstehen, wie man ein Produkt in der Filztechnik herstellt, ist es besser, einen einfachen Meisterkurs im Internet zu finden und ihn umzusetzen. Es kann sich zum Beispiel um eine Blumenbrosche handeln, die auf einem Rahmen gefertigt wird. Für die Herstellung benötigen Sie grundlegende Materialien und Werkzeuge: Wolle, dünne Nadeln und Draht mit einer Stärke von 0,4 Millimetern. Außerdem benötigen Sie einen Pinsel für den Untergrund, PVA-Kleber, Acryllack, eine Schere, Perlen mit einem Durchmesser von 7 bis 10 Millimetern, Seifenwasser und eine Schließe für die Brosche.
Wenn Sie sich für die Technik des Nassfilzens entscheiden, benötigen Sie eine Seifenflüssigkeit, in die Sie die Wollstücke eintauchen. Deshalb wird zuerst diese Lösung vorbereitet: ein Stück Seife wird auf einer Reibe mit großen Löchern gerieben und mit ein paar Litern gerade kochendem Wasser übergossen. Wenn man die Substanz mischt, sollte man sie etwa 2 Stunden lang ziehen lassen. Im Prinzip ist es nicht verboten, auch Flüssigseife zu verwenden.
Die Arbeit selbst wird auf Luftpolsterfolie ausgeführt, die mit den Luftblasen nach oben ausgerichtet ist. Die erste Schicht ist die Grundschicht, dann die Hintergrundschicht und dann die Schicht mit dem Muster. Die Luftblasen dürfen nicht zu dick sein und müssen senkrecht und überlappend angeordnet werden. Das Werkstück wird mit einem Sprinkler mit Wasser behandelt, danach wird es mit einem Netz abgedeckt und in eine Seifenlösung getaucht. Ein gewöhnliches Nudelholz sorgt für eine gleichmäßige Einweichung. Zum Schluss wird alles von Hand geschliffen.
Die Grundlagen des Filzens für Anfänger siehe unten.