Porzellan ist dank seiner schneeweißen Färbung, seiner Feinheit und Eleganz eine sehr gefragte Keramikart. Er ist ideal für die Herstellung von Geschirr und verschiedenen Dekorationsartikeln und Schmuck. Biskuitporzellan – das ist der Name einer beliebten Sorte, die zum festen Typ gehört.

Merkmale
Biskuitporzellan wird häufig verwendet, um eine samtige Oberfläche zu schaffen, die sich ideal für die Darstellung menschlicher Figuren eignet. Der Name dieses Typs kommt von dem Wort „bis“, das „zwei“ oder „doppelt“ bedeutet. Dieser Name ist auf die Herstellungstechnik zurückzuführen.
Der Biskuit ist unglasiertes Porzellan, das ein- oder zweimal gebrannt wurde. Während es früher immer zweimal gebrannt wurde, daher der Name, sehen moderne Produktionstechnologien nur noch eine Wärmebehandlung vor.

Wenn ein keramisches Stück bei einer Temperatur von 800-1000 C behandelt wurde, kann es im Allgemeinen als Biskuitporzellan bezeichnet werden. Durch diese Einwirkung wird das Porzellan sehr fest und schwer, Porzellan ist jedoch ein poröses Material. Außerdem kann das Material mehrfach gebrannt, poliert oder glasiert werden. In der Regel werden Statuetten und Geschirr aus diesem Material jedoch nicht glasiert.

Ein bisschen Geschichte
Die Geburtsstätte des Biskuitporzellans gilt als Frankreich, und zwar dank des französischen Künstlers Boucher. Seine Werke prägten einen besonderen französischen Stil und machten Biskuit zu einem beliebten Material. Seit Mitte des XVIII. Jahrhunderts wurden die Produkte der Meister aus der Stadt Sevres, die sowohl aus Biskuit- als auch aus glasiertem Porzellan hergestellt wurden, immer beliebter. In der Regel wurden die Produkte mit floralen Motiven hergestellt.
In der Zeit, in der der Klassizismus populär war, wurden Kekse zu einem wichtigen Bestandteil der Dekoration von Häusern.

Aus Porzellan wurden Elemente für Möbel, Geschirr, Sets, Skulpturen und andere Kompositionen hergestellt. Besonders bemerkenswert ist die Verwendung von Biskuitporzellan für feine Theatermasken und kunstvolle Figuren, die oft als Sammlerstücke geschätzt werden. Biskuitporzellan hat eine poröse, raue Oberfläche, die es von glasiertem Porzellan unterscheidet und dazu beiträgt, die feinen Details der Kunstwerke hervorzuheben. In den letzten Jahrhunderten hat sich Biskuitporzellan zu einem Symbol des hohen Kunsthandwerks entwickelt und wird auch heute noch von vielen renommierten Porzellanmanufakturen hergestellt.
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Ein weiteres interessantes Faktum ist, dass Biskuitporzellan oft für die Herstellung von aromatischen Duftkerzen verwendet wird. Die matte Textur des Porzellans ermöglicht eine gleichmäßige Diffusion des Duftes, während die elegante Form der Kerzengefäße einen Hauch von Stil in jedes Zuhause bringt. Ein großes Interesse an traditionellen Herstellungsverfahren und modernen Designs hat die Beliebtheit von Biskuitporzellan wiederbelebt und macht es zu einer geschätzten Wahl für anspruchsvolle Käufer.
Anwendungen
Dieses Material eignet sich nicht sehr gut für die Herstellung von Haushaltsgegenständen, da seine poröse Oberfläche leicht Flüssigkeiten aufnimmt. Aber auch für andere Bereiche ist er perfekt.

Stile und Design
Biskuitporzellan hat eine weiße, leicht unebene, matte Oberfläche, die das Äußere des Porzellans an Marmor erinnert. Im XVIII. Jahrhundert entwickelte sich in Russland der Klassizismus, der sich an der antiken Kunst orientierte. Der Klassizismus aus der Zeit Katharinas der Großen hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der Porzellanherstellung. Unter der Leitung von Bildhauer J. Д. Rachette schuf Skulpturen und Statuetten, die Katharina II. und Mitglieder der königlichen Familie darstellten.
Zu Beginn des XIX. Jahrhunderts war ein Blumenschmuck in Mode. Besonders beliebt waren Biskuitblumen, aus denen ganze Kompositionen auf Tellern hergestellt wurden. Das Geheimnis der Herstellung solcher Kompositionen ist jedoch verloren gegangen.
Biskuit vermittelt Luftigkeit und Leichtigkeit, daher ist das Ballett-Thema für Figuren aus diesem Material sehr passend. Es wurde für die Herstellung von Statuetten verschiedener berühmter Künstler verwendet, z. B. Nikolai Tsiskaridze, Tamara Karsavina, Galina Ulanova.
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Zum ersten Mal wurde eine Puppe aus Biskuitmaterial in den 1860er Jahren in Frankreich hergestellt. Sie kamen allmählich in Mode, und In den frühen 1900er Jahren wurde dieses Material zum Hauptmaterial für Puppen, insbesondere für den Kopf.

Um eine Puppe als Biskuitpuppe zu bezeichnen, genügt es, dass ihr Kopf aus diesem Material besteht. Der Rumpf wird in der Regel aus anderen Materialien hergestellt, da Biskuitporzellan zerbrechlich ist und ein recht hohes Gewicht hat.

Einen detaillierten Blick auf das Biskuitporzellan gibt es im folgenden Video zu sehen.
Wirtschaftliche Bedeutung
Biskuitporzellan nimmt eine zentrale Rolle in der Porzellanindustrie ein. Aufgrund seiner hohen Qualität und feinen Oberflächenstruktur ist es besonders gefragt. Dies führt zu stabilen Marktpreisen und einer kontinuierlichen Nachfrage, insbesondere im Bereich der gehobenen Gastronomie und Hotellerie.
Die Herstellung erfordert präzise Handwerkskunst, die viele Unternehmen in Deutschland und anderen europäischen Ländern repräsentiert. Diese Handwerksbetriebe tragen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen bei, da die Produktion oft in spezialisierten Manufakturen erfolgt.
Investitionen in innovative Techniken und Designs ermöglichen es Herstellern, sich auf dem internationalen Markt erfolgreich zu behaupten. Die Exportchancen sind hoch, da Biskuitporzellan weltweit geschätzt wird. Insbesondere in aufstrebenden Märkten wächst das Interesse an hochwertigen Produkten, was zusätzliche Einnahmequellen für Unternehmen eröffnet.
Darüber hinaus ist Biskuitporzellan oft Bestandteil von Kultur- und Kunstprojekten. Das fördert nicht nur die kulturelle Identität, sondern schafft auch neue Kooperationsmöglichkeiten zwischen Künstlern und Herstellern.
Ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und umweltfreundliche Produktionsmethoden steigen in der Nachfrage. Unternehmen, die solche Praktiken anwenden, können sich von der Konkurrenz abheben und das Vertrauen umweltbewusster Verbraucher gewinnen.
