Paralogisches Denken: Eigenheiten, Spielarten und Ausprägungen

Ein gesundes Gehirn, das Wörter und Sätze wahrnimmt, übersetzt sie automatisch in ein geistiges Bild. Die Unfähigkeit, eingehende Signale zu sortieren und richtig zu interpretieren, führt zu verzerrtem Denken, Verlust logischer Zusammenhänge und Wahnvorstellungen. Das ist paralogisches Denken.

Paralogisches Denken kann in verschiedenen Kontexten auftreten und ist oft mit psychischen Störungen wie Schizophrenie, bipolaren Störungen oder auch bei bestimmten Formen von Autismus verbunden. Es ist gekennzeichnet durch eine Abweichung von der traditionellen Logik, wobei die Gedanken meist unkonventionell und irrational erscheinen.

Eine häufige Spielart des paralogischen Denkens ist die Überbewertung von persönlichen Erfahrungen oder subjektiven Eindrücken, die nicht mit objektiven Wahrheiten in Einklang stehen. Dies kann zu einer verzerrten Wahrnehmung der Realität führen, wodurch Betroffene Schwierigkeiten haben, zwischen Fakten und Fantasie zu unterscheiden.

Um paralogisches Denken zu erkennen und zu behandeln, ist eine Kombination aus psychotherapeutischen Ansätzen und gegebenenfalls medikamentöser Therapie oft notwendig. Die kognitive Verhaltenstherapie beispielsweise kann helfen, die Denkmuster zu analysieren und realistischere Sichtweisen zu entwickeln.

Die Förderung der Metakognition, also das Bewusstsein über das eigene Denken, kann ebenfalls hilfreich sein, um die eigene Denkweise zu hinterfragen und zu modifizieren. Schulungen zur Verbesserung der sozialen Kompetenzen können zudem das Verständnis für zwischenmenschliche Interaktionen stärken und somit die Auswirkungen des paralogischen Denkens verringern.

Was es ist?

In der Psychologie wird der Paralogismus (griech. paralogos – unvernünftig, im Widerspruch zur Vernunft) beziehen sich auf zu Denkstörungen, kognitiver Dysfunktion. Die Denkaktivität bei dieser Pathologie ist gekennzeichnet durch fehlerhaftes Denken, eine für andere fremde Logik der Erzählung und eine fehlerhafte Analyse der häufigsten Fakten und Ereignisse. Die Verletzung der Gesetze und Regeln der Logik geschieht unbewusst und ungewollt.

Paralogisches Denken deutet auf eine Störung des geistigen Prozesses hin, die auf Denkstörungen zurückzuführen ist, unter denen die Logik des Denkens leidet. Sie kann sich in systematisierten Wahnvorstellungen oder überbewerteten Ideen äußern. Diese Art des Denkens ist charakteristisch für Menschen, die an Paranoia und Schizophrenie leiden. Die Patienten sind bestrebt, allen ihre Exklusivität und Richtigkeit zu beweisen.

Menschen mit paralogischem Denken bemerken ihre logischen Fehler nicht, nehmen alternative Urteile von Außenstehenden nicht wahr, ignorieren die Einwände von Gesprächspartnern, da sie sich sicher sind, dass die anderen nicht bereit sind, den wahren Sachverhalt zu verstehen. Sie selbstverliebt, egozentrisch, nachtragend.

Jenseits der paranoiden Struktur sind solche Personen in der Lage, adäquat zu denken.

Charakteristische Merkmale des paralogischen Denkens sind voreingenommene und „krumme“ Argumentation, denn alle Informationen, die der Zielvorstellung widersprechen, werden ausgeschlossen. Andere Fakten und Ereignisse werden einseitig behandelt. Wenn es Widersprüche zur Hauptidee gibt, werden Informationen absichtlich verzerrt.

Reflexionen lenken die Aufmerksamkeit auf einzelne Ereignisse oder zufällige Aspekte von Phänomenen. Zum Beispiel wird der Verlust einer Sache als Diebstahl angesehen. Andere Gründe für das Verschwinden werden nicht einmal in Betracht gezogen. Manchmal wird ein einzelner Ausdruck aus dem Text herausgenommen, auf dem die Falschheit oder der Wahrheitsgehalt einer Aussage beruht. Der Beweis ist ein isolierter, aus dem Zusammenhang gerissener Satz.

Eine Person, die paralogisch denkt, kommt oft zu unerwarteten und seltsamen Schlussfolgerungen. Wenn zum Beispiel bei einem Spaziergang eine leichte Brise weht, denkt man: „Ein kalter Wind weht vom Nordpol. Er will das Universum zerstören, alle Lebewesen vernichten. Bald wird unser Land leer sein.“

Diese Art des Denkens kann auch in sozialen und interpersonellen Konflikten zu erheblichen Schwierigkeiten führen. Menschen mit paralogischem Denken haben oft Probleme mit der zwischenmenschlichen Kommunikation, da sie die Sichtweisen und Argumente anderer nicht akzeptieren oder verstehen können. Dies kann zu Isolation, weiteren Missverständnissen und einer Verschlechterung der sozialen Beziehungen führen.

Es ist wichtig zu beachten, dass therapeutische Interventionen für Menschen mit paralogischem Denken hilfreich sein können. Kognitive Verhaltenstherapie kann eingesetzt werden, um die Denkprozesse zu hinterfragen, alternative Perspektiven zu erkunden und die Fähigkeit zur kritischen Reflexion zu verbessern. Eine frühzeitige Diagnose und Unterstützung durch Fachleute können den Betroffenen helfen, ihre Denkmuster zu erkennen und gegebenenfalls zu verändern.

Arten

Alle 3 von Aristoteles identifizierten Arten von Paralogismen können bei Menschen mit geistigen Abweichungen beobachtet werden:

Im frühen zwanzigsten Jahrhundert hat der Psychiater E. А. Schewaljow beschrieb Arten von paralogischen Denkprozessen.

Aber die innere Welt besticht durch ihren Reichtum, ihre Skurrilität und ihre Unkonventionalität.

Wie manifestiert er sich??

Dissoziation des Denkens tritt auf bei aufgrund einer schwachen Verbindung zwischen einzelnen Gedanken. Der berühmte Tänzer Wenzel Nijinsky in seiner Rede, abgestoßen von der runden Form der Bühne, bewegt sich geschmeidig zu seinem Auge. Er denkt etwa so: „Ich mag keine Theater mit einer quadratischen Bühne. Ich bevorzuge ein rundes Theater, das wie ein Auge aussieht. Ich werde ein Theater mit einer runden Bühne bauen, weil ich mich gerne im Spiegel betrachte. Da sehe ich nur mein einziges Auge in meiner Stirn.“.

Bei schizophrenen Patienten kann eine Denkstörung eine Begründungsstörung sein auf der Grundlage der phonetischen Ähnlichkeit von Wörtern. Die Assoziationen ersetzen die Begriffe, weil das Denken unverbunden ist. Nachdem er zum Beispiel von einem Psychiater einen Satz über eine angebliche Kreislaufpsychose gehört hat, beginnt der Patient allen zu beweisen, dass er mit einer Kreissäge getötet werden möchte. Die Ähnlichkeit des Klangs von Wörtern führt zu seltsamen Schlussfolgerungen, zu falschen Beweisen. Das Nachdenken führt zu einer Ersatzdefinition, die nichts mit den ursprünglichen Daten zu tun hat.

Jeder Fehler ist das Ergebnis eines Denkens, das der normalen Logik zuwiderläuft. Manchmal verwendet eine Person Sätze und Ausdrücke, die keinen Sinn ergeben und überhaupt keine Bedeutung haben. Mangelndes Urteilsvermögen, mangelnde Analysefähigkeit, Kritik verhindert den normalen Ausdruck der Gedanken. Logische Fehler, die beim logischen Denken entstehen, sind schlecht korrigierbar. Auf die Frage, was ein Pilzsucher, der sich im Wald verirrt hat, tun soll, antwortet der Patient zum Beispiel: „Man sollte nicht zum hinteren Ende, sondern zum vorderen Ende des Waldes gehen.“.

Paralogischer Denkprozess Charakteristisch ist die thematische Entgleisung. Die Person bricht während eines Gesprächs plötzlich zusammen wechselt das Gesprächsthema. Oft tritt auf Verlust des Denkens. Der Betroffene hat das Gefühl, dass er in einem Wort feststeckt und nicht mehr weiter weiß.

Auch beim Lesen kann bei jedem Wort, das den Leser zu hypnotisieren scheint, ein Stopp auftreten. Er nimmt das Wort auf eine neue Weise auf. Die Patienten selbst behaupten, dass Am Ende sind es nicht sie, die ihn verzehren, sondern das Wort, das sie verzehrt.



Psychopathologischer Befund - DocCheck

Paralogisches Denken äußert sich häufig durch den Verlust der Abstraktionsfähigkeit. Es wird mit Sprichwörtern und Redensarten getestet. Bitten Sie die Patientin, die Bedeutung eines Sprichworts zu erklären. Zum Beispiel interpretieren die meisten Patienten den stabilen Ausdruck „Kieselsteine in den Garten eines anderen werfen“ folgendermaßen: „Du kannst die Fenster im Haus einschlagen“.

Es gibt sinnlose Argumente: „dort wachsen Blumen“, „Kieselsteine können das Haus zerstören“, „die Nachbarn werden im Winter auf der Straße sein“. Manche personifizieren dieses Sprichwort: „Kieselsteine können eine Mauer durchbrechen, und die Leute werden mich sehen“.

Die Ambivalenz äußert sich in der Unfähigkeit, mit dem gleichzeitigen Vorhandensein von Gedanken mit entgegengesetzter Bedeutung umzugehen. Ein Mensch, der unter der Dualität der Erfahrung leidet, denkt etwa so: „Sie wollen mich umbringen, und ich liebe sie sehr“. Die Patienten geben an, dass Zu diesem Zeitpunkt scheint es, als bestünde ihr Geist aus vielen einzelnen Teilen ihres Geistes. Eine Person verlässt das Haus, geht, bleibt plötzlich stehen, wendet sich nach links, kehrt ein paar Schritte später zurück und geht nach rechts. Ein Umstehender kommt zu dem Schluss, dass die Entscheidungsfähigkeit des Fußgängers beeinträchtigt ist.

Die Komplexität des Denkens beruht auf der Detailliertheit, der Zähflüssigkeit, dem Verharren in einzelnen Details. Das Husten eines zufällig vorbeikommenden Passanten wird vom Patienten als Signal oder Warnung vor etwas wahrgenommen. Es besteht ein Detailwahn, bei dem die Auswahl der Details vom Inhalt des Wahns abhängt. Eine Ehefrau, die von der Untreue ihres Mannes besessen ist, stellt sich winzige Details der Intimität der Liebenden vor.

Paralogisches Denken kann von Sprachstereotypien und Beharrungsvermögen begleitet sein. Die Wiederholung derselben Wörter und Sätze wird mit dem Festhalten an bestimmten Phänomenen in Verbindung gebracht.

Die Patienten erzählen verschiedene Geschichten und Anekdoten mehrmals hintereinander wie eine kaputte Grammophonplatte.

Paralogisches Denken vs. logisches Denken

Paralogisches Denken wird häufig als kreativer und assoziativer Prozess charakterisiert, der neue Perspektiven eröffnet. Es erfolgt nicht strikt nach den Regeln der klassischen Logik, sondern erlaubt das Verknüpfen von Ideen unabhängig von traditionellen Bewertungen. In dieser Denkweise können scheinbar absurde oder unlogische Verbindungen hergestellt werden, die zu innovativen Lösungen führen.

Logisches Denken dagegen folgt klaren Regeln und Strukturen. Es priorisiert die Konsistenz und Kohärenz von Argumenten. In der Praxis bedeutet logisches Denken, Schritte klar zu formulieren und von einer Prämisse zur Schlussfolgerung überzugehen. Dieses Vorgehen ist entscheidend für analytische Aufgaben und wissenschaftliche Analysen.

Die Unterschiede zwischen diesen beiden Denkweisen sind offensichtlich. Paralogisches Denken fördert ein offenes Mindset und erlaubt kreatives Ausprobieren. Es eignet sich für Brainstorming-Sitzungen oder Problemlösungsprozesse, bei denen Normen herausgefordert werden. Logisches Denken hingegen eignet sich hervorragend zur Validierung von Ideen, zur Strukturierung von Konzepten und zur Überprüfung von Hypothesen.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Kombination beider Denkweisen. In vielen kreativen Prozessen führt die Analyse von Ideen durch logisches Denken zu konkreten Ergebnissen. Paralogisches Denken kann neue Konzepte hervorbringen, während logisches Denken hilft, diese umzusetzen und zu realisieren.

Zusammengefasst ist paralogisches Denken weniger restriktiv und betont die Kreativität, während logisches Denken Klarheit und Struktur bietet. Beide Denkstile ergänzen sich und können in der Praxis optimal kombiniert werden, um innovative und zugleich umsetzbare Lösungen zu finden.

Anwendungsgebiete des paralogischen Denkens

Paralogisches Denken findet Anwendung in verschiedenen Bereichen, darunter Kunst, Psychologie und Bildung. In der Kunst ermöglicht es Künstlern, neue Ausdrucksformen zu entwickeln. Diese Denkweise führt oft zu innovativen und unkonventionellen Kunstwerken, die die Grenzen der traditionellen Ästhetik überschreiten.

In der Psychologie wird paralogisches Denken zur Problemlösung genutzt. Therapeuten setzen es ein, um Klienten zu helfen, verborgene Gedankenmuster aufzudecken, was bedeutende Veränderungen im persönlichen Verständnis fördern kann. Diese Technik unterstützt auch kreative Therapien und ermöglicht den Klienten, unerwartete Lösungsansätze zu finden.

Im Bildungsbereich fördert paralogisches Denken kritisches und kreatives Denken. Lehrpläne, die diese Denkweise integrieren, ermutigen Schüler, verschiedene Perspektiven zu betrachten und eigene Ideen zu entwickeln. Projektbasiertes Lernen, das auf paralogisches Denken abzielt, trägt zur Entwicklung von Problemlösungsfähigkeiten bei.

In der Wirtschaft eröffnet paralogisches Denken neue Möglichkeiten für Innovationsprozesse. Unternehmen, die unorthodoxe Ideen zulassen, sind oft erfolgreicher in der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Brainstorming-Sitzungen, die Raum für kreative Ansätze bieten, können zu bahnbrechenden Ergebnissen führen.

Technologische Entwicklungen profitieren ebenfalls von paralogischem Denken. Start-ups nutzen diese Denkweise, um disruptive Technologien zu entwickeln, die bestehende Märkte herausfordern. Ideation-Workshops fördern diesen kreativen Prozess, indem sie ein Umfeld schaffen, in dem außergewöhnliche Ideen entstehen können.

Paralogisches Denken in der Kunst und Literatur

Paralogisches Denken zeigt sich in der Kunst und Literatur durch innovative Ansätze, die konventionelle Wahrnehmungen herausfordern. Hier sind einige konkrete Beispiele und Ausdrucksformen, die diese Denkweise verkörpern:

  • Surrealismus: Künstler wie Salvador Dalí nutzen die Träume und das Unbewusste, um logische Grenzen zu überschreiten. Der Einsatz bizarrer und traumhafter Bilder regt dazu an, bekannte Realitäten neu zu betrachten.
  • Postmoderne Literatur: Autoren wie Thomas Pynchon oder Italo Calvino brechen mit linearen Erzählstrukturen. Sie implementieren Mehrdeutigkeit und Spiel mit der Realität, was den Leser dazu zwingt, über den Text hinauszudenken.
  • Wiederholung und Variationen: In der Musik und Performancekunst wird Paralogisches Denken durch Wiederholung und Variationen sichtbar. Künstler wie John Cage fordern die traditionellen Auffassungen von Musik und Stille heraus und inspirieren dazu, Klang neu zu definieren.

Ein weiterer Aspekt ist die symbolische Interpretation, die in Gemälden und Gedichten zu finden ist. Hier ein paar beeindruckende Beispiele:

  1. Frida Kahlo: Ihre Werke sind geprägt von autobiografischen Elementen, die tief mit Traumata und der menschlichen Erfahrung verbunden sind. Die Verschmelzung von Realität und Symbolik schafft eine paralogische Diskrepanz.
  2. Jorge Luis Borges: Mit seinen Geschichten experimentiert Borges mit dem Konzept der Unendlichkeit und der Natur der Realität. Er spielt mit Logik und Schwindel, was den Leser zur Reflexion anregt.

Diese Beispiele demonstrieren, wie Paralogisches Denken in verschiedenen kreativen Ausdrucksformen einen Raum für neue Erkenntnisse, Perspektiven und Interpretationen eröffnet. Es fordert dazu auf, über den Tellerrand hinauszuschauen und die Grenzen des gewohnten Denkens zu erweitern.

Beispiele für paralogisches Denken in der Praxis

Paralogisches Denken zeigt sich häufig in der Werbung. Unternehmen nutzen emotionale Ansprachen, um ihre Produkte in einem bestimmten Licht darzustellen. Ein Beispiel ist eine Kampagne, die ein Parfüm mit den Worten bewirbt: „Fühle dich verführerisch, auch ohne einen Partner“. Hier wird ein Zusammenhang hergestellt, der nicht notwendigerweise logisch ist, aber beim Publikum starke Assoziationen weckt.

In der Kunst begegnen wir ähnliche Mustern. Künstler verwenden oft paradoxe Elemente, um tiefere Bedeutungen zu vermitteln. Ein bekanntes Beispiel ist Salvador Dalís Gemälde „Die Beständigkeit der Erinnerung“, wo die dargestellten schmelzenden Uhren die Vorstellung von Zeit und deren Wahrnehmung hinterfragen. Solche Darstellungen fordern den Betrachter heraus, seine eigenen Annahmen zu hinterfragen.

Auch in der Wissenschaft gibt es paralogisches Denken. Ein gutes Beispiel ist die Hypothese des Multiversums in der Physik. Hier wird postuliert, dass unser Universum nur eines von vielen ist. Dies führt zu Debatten über die Natur der Realität, die oft nicht durch strikte empirische Beweise gestützt sind, aber dennoch spannende Fragen aufwerfen.

Im Alltag zeigt sich paralogisches Denken in Diskussionen. Oft argumentieren Menschen mit Anekdoten oder persönlicher Erfahrung statt mit logischen Beweisen. Jemand könnte sagen: „Ich kenne jemand, der immer Auto fährt und nie einen Unfall hatte. Autos sind sicher.“ Diese Schlussfolgerungen spiegeln emotionale Erlebnisse wider, anstatt objektive Daten zu berücksichtigen.

Letzteres ist auch in sozialen Medien präsent. Tweets oder Posts, die sensationelle Informationen oder Meinungen teilen, verbreiten sich schnell, auch wenn die Inhalte ungenau oder übertrieben sind. Menschen reagieren oft intuitiv auf solche Informationen und wägen nicht immer ihre Logik ab.

Die Rolle des paralogischen Denkens in der Kreativität

Paralogisches Denken fördert die Kreativität durch unkonventionelle Assoziationen und unerwartete Verbindungen zwischen Ideen. Es ermutigt Individuen, über traditionelle Denkmuster hinauszugehen und neue Perspektiven zu entwickeln.

Eine effektive Methode, paralogisches Denken zu nutzen, ist das Brainstorming. Hierbei können Teilnehmer ohne Hemmungen Ideen äußern, egal wie absurd sie erscheinen mögen. Dies eröffnet Raum für innovative Lösungen und schafft ein Umfeld von Vertrauen und Offenheit.

Zusätzlich kann das Spielen mit Metaphern die Kreativität anregen. Durch das Übertragen von Konzepten aus einem Bereich in einen anderen entstehen frische Ansätze, die oft zu einzigartigen Ergebnissen führen. Diese Technik stimuliert den Geist und fördert die Vorstellungskraft.

Wichtig ist auch die Akzeptanz von Fehlern im kreativen Prozess. Paralogisches Denken erlaubt es, Misserfolge als Lernchancen zu betrachten. Indem man aus Fehlern lernt, entsteht Raum für neues Wachstum und kreative Durchbrüche.

Schließlich sollte die Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams gefördert werden. Unterschiedliche Perspektiven führen zu einer Vielfalt an Ideen, die miteinander verwoben werden können. Diese Vernetzung von Gedanken verstärkt die kreativen Prozesse und führt zu überraschenden Ergebnissen.

Methoden zur Förderung des paralogischen Denkens

Eine hervorragende Methode zur Förderung des paralogischen Denkens ist das Spiel mit Perspektiven. Fordern Sie die Teilnehmer auf, ein alltägliches Problem aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Diese Technik erweitert den Horizont und regt zum kreativen Denken an.

Rollenspiele spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle. Indem Personen verschiedene Rollen einnehmen, können sie neue Ansichten einnehmen und alternative Lösungsansätze entwickeln. Dies stärkt nicht nur die Empathie, sondern fördert auch unkonventionelle Ansichten.

Gedächtnisspiele und assoziative Übungen schulen das Brainstorming. Indem sie Begriffe oder Bilder miteinander verknüpfen, entstehen neue Ideen und Gedanken, die nicht sofort offensichtlich sind. Diese Form des Denkens unterstützt die Kreativität und das Finden unerwarteter Lösungen.

Ein weiterer effektiver Ansatz ist das Nutzen von Mind Maps. Durch die visuelle Darstellung von Ideen können Verbindungen zwischen Konzepten klarer erfasst werden. Dies erleichtert das Finden kreativer Ansätze und fördert das unabhängige Denken.

Gruppendiskussionen und offene Foren bieten Gelegenheiten, verschiedene Meinungen zu sammeln und beeindruckende Ideen zu entwickeln. Stellen Sie Fragen, die Denkanstöße geben, und fördern Sie einen respektvollen Austausch.

Experimentieren Sie mit kreativitätssteigernden Techniken, wie der SCAMPER-Methode (Substituieren, Kombinieren, Anpassen, Modifizieren, Nutzen, Eliminieren, Rückwärts denken). Diese Methode hilft dabei, bestehende Ideen zu hinterfragen und neue Ansätze zu entdecken.

Indem Sie diese Methoden regelmäßig in Gruppen oder Unterrichtsstunden einbeziehen, schaffen Sie eine Umgebung, die paralogisches Denken als wertvolle Fähigkeit fördert. Die Vielseitigkeit der Techniken ermöglicht es, individuelle und kollektive Denkprozesse anzuregen und kreative Lösungen zu entwickeln.